„Die Feuerwehr, der Rettungswagen und die Polizei, Tatütata, zum Helfen sind sie da…“*

So klingt es seit vergangenem Donnerstag auf unserem Berg. Ihr fragt euch sicher, warum? Das erzähle ich euch gern:

Gerade, als wir uns im Kinderhaus fertig angezogen hatten, um hinaus zu gehen, klopfte es an unserer Türe. Unser Hausmeister Bernhard war da. Aber Moment mal, wieso sieht er denn heute so anders aus? Anstelle seiner Arbeitshose hatte er eine FeuerwehrSchutzausrüstung mit neonfarbenen Reflexstreifen an und einen Helm auf seinem Kopf. Da war das Staunen der Kinder riesig und zuerst brachte keiner ein Wort heraus.

Nach einer kleinen Pause fragten die Kinder ihn, warum er heute die andere Kleidung trug. Wer es noch nicht wusste; Bernhard ist bei der freiwilligen Feuerwehr in Creidlitz. Aber, warum ist er heute als Feuerwehrmann bei uns, fragte jemand? Ist vielleicht eine Katze zu hoch in den Baum geklettert und musste gerettet werden? Es brannte doch hoffentlich nicht der Neubau? Oder war der Keller vollgelaufen mit Wasser? Doch Bernhard konnte uns alle beruhigen! Vor alldem blieben wir verschont. Feuer gab es nicht und der Neubau ist sicher. Einen Keller haben wir auch nicht. Auf unseren Bäumen klettern nur die Eichhörnchen.Zusammen mit dem Bergwichtel-Team haben wir für euch Kinder eine Überraschung vorbereitet: Die Feuerwehr zu Gast bei den Bergwichteln!“, sagte er und lud uns alle ein, mit ihm nach draußen zu gehen – und ab da gab es kein Halten mehr. Mit großen strahlenden Augen rannten die Kinder zu dem riesigen Einsatzwagen der Feuerwehr! Auch die Kinder aus dem Haus für das junge Kind standen bereits wie angewurzelt, den Blick staunend auf den Wagen gerichtet.

Bernhard und sein Kommandant erklärten, warum das Löschfahrzeug so groß ist: Dort ist ja allerhand geladen: Pumpe, Gasmasken, Schläuche und sogar eineWasserspritze. Das braucht viel Platz. In dem Fahrzeug ist alles ordentlich verstaut. Das muss so sein, erklärten die Feuerwehrmänner, damit jeder Feuerwehrmann im Falle eines Brandes exakt weiß, wo er was findet. Denn bei einem Notfall, zählt jede Sekunde, da dürften sie keine Zeit mit Suchen verschwenden. Bei einem Einsatz hat jeder Feuerwehrmann eine bestimmte Funktion und ebenso einen bestimmten Sitzplatz im Fahrzeug. Das schauten wir uns genauer an und kletterten nacheinander in den hinteren Teil des Führerhauses. Auf den Sitzen der Mannschaft schnupperten wir echte Feuerwehrluft. Das war spannend!

Ein weiteres Highlight für uns, war das Wasserspritzen! Kommandant zeigte, wie man einen Ball vom Kegel spritzt und wir durften es alle versuchen. Dafür braucht man viel Kraft, um dem Wasserdruck Stand zu halten. Das war ein riesen Spaß! Alle riefen laut „Wasser Marsch“ und jubelten, wenn der Ball herunterflog.

Die Zeit ging so schnell vorbei und die Feuerwehrmänner machten sich bereit zur Abfahrt. Wir verabschiedeten uns mit einem lauten Dankeschön und einer kleinen Aufmerksamkeit.

Eine letzte Überraschung hatten die beiden doch noch für uns: Als sie losfuhren, erklang die Sirene. Das war toll! Wir winkten hinterher und sangen fröhlich „Die Feuerwehr, der Rettungswagen und die Polizei, Tatü-tata, zum Helfen sind sie da…“ *.

 

So ging wieder einmal ein schöner Bergwichtel-Tag zu Ende….

 

Am nächsten Tag regnete es in Strömen. Es entstand eine große Pfütze vor dem Kinderhaus. Das war so faszinierend, dass wir das genauer ansehen mussten. Ausgerüstet mit Regenkleidung und Gummistiefeln gingen wir hinaus und hüpften in der Pfütze. Das gab hohe Spritzer! Mitten im Hüpfespaß, drehte sich ein Kind um und blieb wie angewurzelt stehen. Da fuhr ein Rettungswagen mit Blaulicht den Berg hinauf! Immer weiter, bis er kurz vor unseren Füßen stehen blieb. Da beendeten alle ihr Tun und standen still. Was macht denn der Rettungswagen hier? Und wer steigt da aus?

Überraschung! Noch eine?!? Ja! Das Lied hört ja schließlich mit der Feuerwehr nicht auf! „Das ist ja Spitze!“

Aus dem Rettungswagen stiegen Jasmin und Steffen und begrüßten die Kinder. Beide arbeiten beim BRK Kreisverband Coburg. Steffen ist Annas Papa und Jasmin leitet die Rettungswache Coburg. Beide luden die Kinder ein, den Rettungswagen von innen zu sehen. Ihr habt richtig gehört: von innen! In kleinen Gruppen stiegen die Kinder in den Behandlungsteil des Wagens. Sie verteilten sich rund um die Liege und die beiden Notfallsanitäter erklärten, was dort zu finden ist: die Liege, allerlei Verbandmaterial, Spritzen, Medikamente und ein Monitor. Der sieht fast aus wie ein Fernsehbildschirm. Wozu ist der da? Schauen die Patienten Filme auf der Fahrt? Nein.

 

Jasmin stellte den Kindern den „Leuchtfinger“ vor, eine Kappe für den Zeigefinger. Die ist innen mit Gummi ganz weich und es leuchtet ein Licht darinnen. Er musste den Puls im Finger und zeigt auf dem Bildschirm eine Kurve an. Er macht also den Herzschlag sichtbar! Wer sich traute, durfte es selbst probieren und seinen eigenen Herzschlag auf dem Bildschirm sehen. Doch einige Male klappte das nicht sofort. Denn die Finger waren nass vom Regen. Also würde mit Tuch getrocknet und schon funktionierte es.

 

Nach der ersten Runde waren auch die jungen Kinder neugierig und schauten in den Wagen hinein. Große Augen und reichlich Respekt waren deutlich zu spüren.

Auch der Sirenentest hat uns mächtig beeindruckt.

Weil es wirklich stark regnete und wir trotz Regenkleidung bis auf die Haut nass waren, gingen wir nun in das Kinderhaus. Während der Kaffee für unsere Gäste durch die Maschine lief, zogen alle Kinder ihre nasse Kleidung aus und trockene an.

 

Als alle wieder getrocknet waren, trafen wir uns im Kreis und es blieb Zeit, die beiden Notfallsanitäter mit Fragen zu löchern. Wir spielten noch einmal durch, was wir tun können, wenn jemand schwer verletzt ist. Die Kinder wussten spätestens seit gestern, dass sie die 112 anrufen müssen und auch, was sie dort sagen:

 

ihren Namen, den Ort, an dem sie sind und was passiert ist. Einige kannten bereits ihre Adressen nennen.

 

Wir verabschiedeten uns mit unserem Bergwichtellied und als Dank fuhr der Rettungswagen mit der lauten Sirene davon. Da mussten wir uns selbst im Haus bei geschlossenen Fenstern noch die Ohren zuhalten!

 

Das waren zwei aufregende Tage für uns und einige Kinder fragten direkt, ob nun morgen auch die Polizei komme. Naja, morgen war zu dem Zeitpunkt Samstag und am Samstag machen auch die Bergwichtel eine Pause. Aber vielleicht….

 

 

*TATÜ-TATA! Ihr kennt sie auch! Mit Wasserschlauch! Sie kommen schnell gerannt, ist irgendwo ein Brand. Und löschen aus! Flitzen umher! Die Feuerwehr, die Feuerwehr – sie kommt schnell daher. Die Feuerwehr, die Feuerwehr – ja, sie kommt schnell daher. Die Feuerwehr, der Rettungswagen und die Polizei, tatü-tata, sie kommen schnell herbei! Die Feuerwehr, der Rettungswagen und die Polizei, tatü-tata, zum Helfen sind sie da! Wer fängt den Dieb? Und hilft uns lieb beim Straße überquern. Uns Straßenregeln lehr’n. Sind wir in Not. Kommt sie vorbei. Die Polizei, die Polizei – sie kommt schnell vorbei. Die Polizei, die Polizei – ja, sie kommt schnell vorbei. Dein Fuß knickt um. Du gehst ganz krumm. Hast du dir weh getan, dann ruf doch einfach an. Er ist bald da und kommt gefahr’n? Der Rettungswagen, Rettungswagen kommt dahergefahr’n. Der Rettungswagen, Rettungswagen er kommt angefahr’n. Tatü-tata-tatü-tatü-tata – ihr seid einfach unschlagbar! Tatü-tata-tatü-tatü-tata – für euch ein Hipp-hipp-hurra!!!!

Copyright: M+T: Verena Huber/Robert Benedetti

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